Rahmenausschreibung für Wettspiele

Rahmenausschreibung für Wettspiele des Artland Golfclub e.V.

(Stand 01.05.2014)

Ausnahmen regelt die Einzelausschreibung
 
Mit seiner Anmeldung zum jeweiligen Wettspiel erklärt sich jeder Teilnehmer mit folgenden Bedingungen und Regeln einverstanden.

1. Spielbedingungen

Gespielt wird nach den offiziellen Golfregeln (einschließlich Amateurstatut) des Deutschen Golf Verbandes e.V. mit örtlich gültigen Platzregeln, sowie der derzeit gültigen Platz- und Hausordnung des AGC. Das Wettspiel wird nach dem EGA-Vorgabensystem ausgerichtet und ist vorgabenwirksam. Einsichtnahme in diese Verbandsordnungen ist im Sekretariat möglich. Die Spielleitung hat in begründeten Fällen bis zum 1. Start das Recht, die Ausschreibung zu ändern. Nach dem 1. Start sind Änderungen der Ausschreibung nur bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände zulässig.

2. Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind Amateure, die Mitglied eines dem DGV angeschlossenen Vereins (auch VCG-Mitglieder) oder anerkannten internationalen Golfclubs sind. Die Höchstvorgabe wird in der Einzelausschreibung bekannt gegeben. Der Nachweis der Vorgabe erfolgt über das Intranet des DGV. Ist dies nicht möglich, müssen Spieler/innen am Tag des Wettspiels die Vorgabe durch Vorlage eines aktuellen Vorgabenstammblatts nachweisen. Wird die Spielvorgabe eines rechtzeitig gemeldeten Teilnehmers zwischen Meldeschluss und Spieltermin über die zulässige Höchstvorgabe hinaus heraufgesetzt, so muss sich der Teilnehmer mit der zulässigen Höchstvorgabe antreten. Über die Zusammenstellung der Flights entscheidet allein die Spielleitung. Wunschflights sind nicht möglich. Ebenso spielen keine Familienangehörige in einem Flight.

3. An- und Abmeldungen

Anmeldungen erfolgen über unser PC Caddie System oder durch Eintragung in die im Clubhaus aushängende Meldeliste. Eine Meldung per Telefon, Fax oder Email an das Sekretariat ist ebenfalls möglich. Meldungen müssen bis zum in der Einzelausschreibung vermerkten Meldeschluss im Sekretariat eingegangen sein. Durch seine Meldung erkennt jeder Teilnehmer an, dass sein Name, seine Vorgabe und seine Startzeit auf der Startliste passwortgeschützt im Internet veröffentlicht werden. Mit der Meldung zum Wettspiel willigt er auch in die Veröffentlichung seines Namens, seiner Vorgabe und seines Wettspielergebnisses in einer Ergebnisliste im Internet ein.
 
Spieler, die nicht innerhalb der angegebenen Meldefrist gemeldet haben, können nur im Einzelfall nach Ermessen der Spielleitung zum Wettspiel angenommen werden.

4. Nenngelder / Meldegebühr

Die Höhe des Nenngeldes wird in der Einzelausschreibung festgelegt. Das Nenngeld muss vor Beginn der Runde im Sekretariat entrichtet werden. Der Aufwand und die Ausstattung eines Wettspiels bestimmt im Allgemeinen die Höhe des Nenngeldes. Man sollte sich bewusst sein, dass für ein Wettspiel Kosten entstehen:
 
· Preise müssen gekauft werden.
· Der Platz wird speziell hergerichtet.
· Das Sekretariat ist besetzt.
· Die Räumlichkeiten werden vorbereitet
· Für Verpflegung, Getränke, kleine Geschenke, Rahmenprogramm und Fotos wird gesorgt.
· Der Platz wird für andere Spieler gesperrt (keine Greenfee-Einnahmen).
 
Dazu kommt ein nicht unerheblicher Aufwand der ehrenamtlich tätigen Spielleitung, wie Planung des Wettspiels, Flightzusammenstellung, Abschläge und Sonderpreise stecken und abbauen, Siegerehrung etc. Dies kommt jeweils nur den Wettspielteilnehmern zugute. Es ist also vertretbar, von ihnen einen angemessenen Beitrag in Form der Meldegebühr zu verlangen, die dann wiederum allen Mitgliedern zugute kommt. Für zu spät oder nicht abgemeldete Teilnehmer gelten folgende Regelungen:
 
· Teilnehmer, die sich am Vortag des Wettspiels vom Wettspiel abmelden, zahlen 50% des Nenngeldes.
 
· Teilnehmer, die ohne Abmeldung nicht zum Wettspiel erscheinen oder sich erst am Tag des Wettspiels abmelden, zahlen das volle Nenngeld.
 
· Befreiung kann nur gegen Vorlage eines ärztlichen Attests erfolgen. Es tritt eine Sperre für alle Wettspiele bis zur Begleichung der offenen Beträge in Kraft.

5. Startzeiten

Die Startzeiten sind frühestens 24 Stunden vor Spielbeginn per Aushang im Sekretariat oder über unser PC Caddie System auf der Homepage des AGC einzusehen. Wir bitten darum nur in Ausnahmefällen die Startzeiten telefonisch anzufragen.

6. Scorekarten

Scorekarten sind unmittelbar nach Beendigung der Runde (nach Verlassen des zuletzt gespielten Grüns), ordnungsgemäß ausgefüllt und unterschrieben, beim Sekretariat abzugeben. Ist dies nicht mehr besetzt in dem dafür vorgesehenen Behältnis oder bei der Spielleitung. Nachträgliche Änderungen sind dann nicht mehr möglich (Regel 6-6c/I.)

7. Verspätungen

Trifft ein Spieler spielbereit innerhalb von 5 Minuten nach seiner Abspielzeit am Ort des Starts ein, so wird er am ersten zu spielenden Loch im Lochspiel mit Lochverlust, im Zählspiel mit zwei Strafschlägen belegt. Danach erfolgt für den Spieler die Disqualifikation.

8. Benutzung von elektronischen Hilfsmitteln

Bei Wettspielen ist der Einsatz von betriebsbereiten Handys verboten. Ausnahmen sind Spielleitung, medizinische Notfälle, Not- oder Bereitschaftsdienste. Sie müssen im Vorfeld mit der Spielleitung abgestimmt und von dieser ausdrücklich genehmigt werden. Die Flight-Partner sind vor Spielbeginn darüber zu informieren. Benutzung von Entfernungsmessgeräten erlaubt! Smartphones sind als Entfernungsmesser zulässig, sofern Sie nur die einfache Strecke messen können und keine anderen Umstände messen oder schätzen, die den Spieler bei der Schlägerwahl oder dem nächsten Schlag unterstützen.
Die Benutzung eines Kompasses ist zulässig, da er nur eine unveränderliche Richtungsangabe liefert.
Weiterhin ist es erlaubt einen Wetterbericht auf einem elektronischen Gerät anzuschauen. Es wird unterschieden zwischen dem Ablesen des vorhergesagten Wetters für eine Region und dem Messen eines Umstands (z.B. der Temperatur mit einem Thermometer). Das Ablesen der allgemein verfügbaren Information ist auch hier erlaubt, das Messen oder Schätzen eines Umstands in der unmittelbaren Nähe des Spielers dagegen nicht.
Ein Verstoß bedeutet Disqulifikation.
Kommt es während der Benutzung eines regelkonformen Gerätes durch die Messtechnik zu einer Verzögerung des Spiels, wird gemäß Regel 6-7 verfahren.

9. E-Carts und Caddies

Die Benutzung von E-Carts ist nur bei körperlicher Behinderung, die das Absolvieren der Wettspielrunde ohne E-Cart nicht ermöglicht, nach Absprache mit der Spielleitung gestattet. Es besteht Attestpflicht. Der Einsatz von Caddies ist gestattet nach Regel 6-4.

10. Aussetzung des Spiels wegen Gefahr

1 langer Signalton: Sofortige Unterbrechung wegen gefährlicher Situation

Wiederholt zwei kurze Töne: Wiederaufnahme des Spiels

Drei kurze Töne: Witterungsbedingte Unterbrechung (Loch darf zu Ende gespielt werden)

11. Preise / Siegerehrung

Generell sollte jeder Teilnehmer aus Gründen der Höflichkeit bis zur Siegerehrung bleiben. Allerdings sollte auch kein Teilnehmer über Gebühr lange auf seinen Preis warten müssen. Preise stehen den Gewinnern zu. Bei Abwesenheit kann der Gewinner seinen Preis innerhalb 14 Tagen im Sekretariat abholen. Danach verfällt der Preis. Das bedeutet nicht, dass Fernbleiben von der Siegerehrung keine Folgen haben kann. Über Maßnahmen bei Wiederholung entscheidet der Spielausschuss. Im Vordergrund sportlicher Wettbewerbe sollte stets die Anerkennung der sportlichen Leistung stehen, die sich durchaus auch in einer doppelten Preisvergabe widerspiegeln kann. Deshalb entfällt ab 50 Teilnehmern ein Doppelpreisauschluss. Bei weniger als 50 Teilnehmern gilt Brutto vor Netto.
 
· Bei Wettspielen von Abschlägen mit unterschiedlichem CR innerhalb eines Wettbewerbs erfolgt im Brutto ein CR Ausgleich.
 
· Longest Drive
Es zählt der erste Schlag des Spielers auf dem speziell gekennzeichneten Abschlag. Der Ball muss auf der kurz gemähten Rasenfläche (Fairway) der gleichen Spielbahn liegen.
 
· Nearest To The Pin
Es zählt der erste Schlag des Spielers auf dem speziell gekennzeichneten Abschlag. Der Ball muss auf dem Grün liegen. Es zählt die Entfernung vom Ballmarker, der hinter dem Ball platziert werden muss, bis zum Lochrand. Ein Hole in One ist auch gleichzeitig Nearest To The Pin.
 
· Stechen
Bei Ergebnisgleichheit gewinnt im Netto der Spieler mit der besseren Vorgabe, im Brutto der Spieler mit der schlechteren Stammvorgabe. Bei Vorgabengleichheit wird der Sieger durch die Addition der letzten 9 gespielten Löcher ermittelt. Bei Gleichheit werden dann die letzten 6 dann 3 usw. gespielten Löcher für das Stechen gewertet.
 
Bei den Clubmeisterschaften gibt es für den 1. Platz kein sog. Kartenstechen, sondern Sudden Death auf Bahn 18 bis ein Bewerber gewonnen hat.

12. Spielleitung

Die Mitglieder der Spielleitung und die Platzrichter, soweit für das Wettspiel erforderlich, werden vom Spielausschuß bestimmt und vor Beginn des Wettspieles in der Einzelausschreibung bekannt gegeben. Die Spielleitung trifft Ihre Entscheidungen auf der Grundlage der Golfregeln, der Wettspielordnung und den einschlägigen Vorschriften nach bestem Wissen.

13. Einsprüche

Einsprüche gegen die Turnierwertung sind bis 15 Minuten nach der Siegerehrung möglich. Ein Turnier ist mit dem Aushang der endgültigen Ergebnislisten abgeschlossen.

14. Schlussbemerkung

Die Spielleitung sowie der Artland Golf Club sind nicht verantwortlich für Nachteile, die ein Teilnehmer infolge Unkenntnis von Informationen erleidet. Jeder Teilnehmer erkennt mit seiner Anmeldung die Wettspielordnung sowie die aktuelle Haus- und Platzordnung, die für jedes Turnier bindend ist, an. Ist ein Sachverhalt durch die Ausschreibung nicht geregelt, entscheidet die Spielleitung nach Billigkeit.